Erinnern, reflektieren, Verantwortung übernehmen

M. Schulz

01.02.2026

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar haben unsere 9. und 10. Klassen zwei Filme gesehen, die das Menschheitsverbrechen der Shoah in seiner ganzen Brutalität sichtbar machen. Die 9. Klassen sahen „Nackt unter Wölfen", die 10. Klassen „Schindlers Liste". Beide Filme haben die Schüler*innen tief bewegt. Sie zeigen, wohin Entrechtung, Entmenschlichung und staatlich organisierte Gewalt führen, und machen deutlich, wie unverzichtbar eine wache und verantwortungsvolle Erinnerungskultur bleibt.

 

Erinnern bedeutet jedoch mehr als das Bewahren historischer Fakten. Es fordert uns dazu auf, Haltung zu zeigen und die Werte zu schützen, die unser Zusammenleben tragen:Menschenwürde, Vielfalt, Gerechtigkeit und Solidarität. Demokratie braucht Erinnerung und Menschen, die bereit sind, für diese Werte einzustehen.

 

Diese Haltung prägte auch die zurückliegende Woche an unserer Schule. Während sich die einen mit der Vergangenheit auseinandersetzten, bereiteten sich andere auf ihr zukünftiges Engagement vor. Unsere neuen Anti-Rassismus-Scouts - engagierte, reflektierte und ausgesprochen verantwortungsbewusste Schülerinnen aus den Jahrgängen 9 bis 11 - nahmen an einem dreitägigen Workshop teil, der von Mitarbeiter*innen des Pädagogischen Landesinstitutsdurchgeführt wurde. Die Scouts werden künftig Workshops in den Jahrgängen 5 bis 7 gestalten und dort mit den Schülerinnen über Diskriminierung, Vielfalt und Zivilcourage ins Gespräch kommen.

 

Am Freitag stand schließlich ein weiterer wichtiger Schritt an: Die gesamte Schulgemeinschaft stimmte über den Beitritt zum Netzwerk „Schule ohne Rassismus

- Schule mit Courage" ab. Die Klasse 10d hatte die Wahl im Vorfeld vorbereitet. Die Wahlleitung übernehmen Mitglieder der AG „Schule mit Courage" und der Queer-AG; die Auszählung der Stimmen erfolgt in der kommenden Woche. Dieses Engagement zeigt, wie demokratische Teilhabe im schulischen Alltag gelebt werden kann und wie stark das gemeinsame Bekenntnis zu einer Schule sein kann, in der Ausgrenzung keinen Platz hat.

 

Wir danken allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihren Beitrag zu einer offenen, solidarischen und verantwortungsbewussten Schulkultur.

 

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